Freitag, 19. Mai 2017

Goddess of poison - Tödliche Berührung by Melinda Salisbury [Rezension]

"Denn ich bin das Daunen, die wiedergeborene Tochter der Götter."

Inhalt

Twylla ist gesegnet. Die Götter haben sie dazu erwählt, einmal die Frau des Kronprinzen zu werden und an seine Seite das Land zu regieren. Aber die Gunst der Götter hat ihren Preis: Unter Twyllas Haut fließt giftiges Blut. Wer bei der Königin in Ungnade fällt, den muss Twylla mit ihrer Berührung töten.
Nur Lief, ihr neuer Wächter, blickt hinter Twyllas Fassade aus Angst und Pflichterfüllung und erkennt das Mädchen, das sie in Wahrheit ist.
Doch die Wahrheit kann gefährlich sein und die Grundfesten eines ganzen Landes erschüttern...

Meine Meinung

Twylla ist 17 Jahre alt, die Tochter der unbeliebten Sündenesserin und keineswegs ein normales Mädchen. Sie hat nicht nur ein auffälliges Aussehen mit ihren roten Haaren und Sommersprossen auf ihrem Körper: unter ihrer Haut fließt giftiges Blut! Jeder, der Twylla auch auf die kleinste Art und Weise berührt muss sterben. Abgesehen von der königlichen Familie, denn diese kann Twylla berühren ohne zu sterben, da sie ebenfalls von den Göttern gesegnet sind. Dies sieht die Königin natürlich als ihren Trumpf im Ärmel, denn jeder der bei ihr in Ungnade fällt, den muss Twylla berühren.
Da Twylla sehr wertvoll für die königliche Familie ist, wird sie stets von zwei Wächtern begleitet. Als einer ihrer Wächter seinen Dienst aufgibt taucht natürlich ein Neuer auf: Lief. Lief ist anders als Twyllas Wächter zuvor, er scheint sie zu verstehen und entdeckt das Mädchen, dass hinter den ganzen Pflichten steckt. Er sieht das Mädchen, das sie in Wahrheit ist und auch Twylla wird durch Lief so einiges klar...

Wie immer habe ich der Buchhandlung gestöbert und bin dann letztes Jahr auf dieses Buch gestoßen. Das Cover hat mich sofort aufmerksam gemacht und schon landete das Buch auf meiner Wunschliste, nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte. Im Januar diesen Jahren habe ich es mir gekauft und endlich habe ich es geschafft das Buch zu lesen! Und ich muss sagen: ich bin begeistert!
Ich fang einfach mal mit dem Cover an, da es das erste war, was mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat. Ich finde, das dieses Mädchen mit den roten Haaren in diesem Gefäß ein Eyecatcher sind. Vor allem die Farben unterstützen das Ganze noch einmal: der grüne Hintergrund und dann das knallige rot und blau in dem Gefäß. Das Mädchen trägt ja rot und das Rot breitet sich in Schlieren in dem Blau aus, was die Sache mit dem Gift irgendwie unterstützt. Ich liebe das Cover auf jeden Fall und es passt einfach richtig gut zu der Geschichte. Was auch cool ist, ist die Tatsache, dass dass Gefäß, in dem das Mädchen ist nochmal extra abgehoben ist und somit der Fokus nochmal darauf gelenkt wird.
So, jetzt aber mal weg vom Cover, auch wenn ich den ganzen Tag drüber reden könnte! Kommen wir mal zu der Geschichte an sich. Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe war mir sofort klar, dass dies mal eine andere Geschichte ist. Denn die Idee, dass es ein Mädchen gibt, unter dessen Haut giftiges Blut fließt, ist was ganz Neues und gerade deshalb wollte ich es so unbedingt lesen. Vor allem hat die Autorin diese Idee meiner Meinung nach echt gut durchgesetzt. Sie hat ihre eigene Welt erschaffen - mit eigenen Traditionen und sogar eigener Geschichte! Während man das Buch so liest, erfährt man nicht nur von der Geschichte und Herkunft der Protagonistin Twylla, sondern auch über die Geschichte des Königreiches, in dem sie lebt. Vorne im Buch befindet sich sogar eine Karte, sodass man immer wieder nachschauen kann wo sich die Orte befinden, von denen Twylla erzählt. Ich muss echt sagen, dass ich ziemlich aufmerksam lesen musste, um alles mitzubekommen, denn ich hatte das Gefühl, dass jedes auch so kleinstes Detail ziemlich wichtig ist. Aber ich bin immer noch total überwältigt von der Welt, die die Autorin erschaffen hat. Vor allem, wenn man bedenkt wie viel Zeit und Arbeit darin investiert wurde.
Wenn ich schon mal bei der Autorin bin, dann komme ich gleich mal zum Schreibstil. Melinda Salisburys Schreibstil ist sehr detailreich, so dass man sich die einzelnen Dinge sehr gut vorstellen kann, aber dennoch hat man etwas Spielraum und kann sich als Leser - trotz der ganzen Details - seine eigenen Vorstellungen machen. Zwar ist der Stil nicht allzu kompliziert, aber dennoch finde ich, dass es kein Buch ist, dass man mal so kurz zwischendurch lesen kann. Denn dadurch, dass die Handlung auch sehr stark auf den Details aufbaut, muss man sehr genau lesen und deshalb finde ich es auch angenehm, dass die Wortwahl nicht allzu kompliziert ist, denn sonst hätte ich Ewigkeiten für das Buch gebraucht.
Zu den Charakteren möchte ich nicht viel sagen, da ich nicht allzu viel vorweg nehmen möchte. Daher werde ich nur auf Twylla eingehen. Mir war Twylla gleich von Anfang an sympathisch. Dazu muss ich sagen, dass man gleich am Anfang in den Alltag von Twylla eintaucht und somit auch gleich ihre Gedanken während dessen mitbekommt. Sie kommt einem sympathisch rüber, weil sie so menschlich und am Boden geblieben ist. Man könnte meinen, dass sie hochnäsig ist, da sie ja in einem Schloss lebt und eine sehr wichtige Rolle hat, aber dem ist nicht so. Als Leser kann man sich einfach echt gut in ihre Lage hinein versetzen und man fühlt einfach mit ihr mit.
Apropos Gefühle: das Gefühlschaos während dem Lesen ist echt groß, vor allem an der Stelle, an der das Buch die unerwarteten Wendungen nimmt. Jap, es gibt mehrere davon und ich kann schon mal sagen, dass sie ziemlich nah beieinander liegen. Ihr glaubt nicht wie schlimm es war an diesen Stellen ruhig zu bleiben (ich habe ziemlich oft im Bus und in der Bahn gelesen). Sucht euch am Besten ein ruhiges Plätzchen, wenn ihr das Buch lesen wollt. Und übrigens: das Ende hält einen Cliffhanger bereit. Er ist zwar nicht so schlimm, aber dennoch will man unbedingt den nächsten Teil lesen.

Bewertung

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch echt gut gefallen hat, dennoch hat mir noch das gewissen Etwas zum Fünf-Sterne-Buch gefehlt, weshalb ich 4 von 5 möglichen Sternen vergebe. Aber ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen, wenn ihr mal etwas Anderes lesen wollt.
Eure szebra♥

Zum Buch

Titel: Goddess of Poison - Tödliche Berührung
Verlag: bloomoon
Preis: 17.99€ (HC); 3.99€ (eBook)
Seiten: 352
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Autorin

Melinda Salisbury lebt im Süden Englands am Meer. Als Kind war sie davon überzeugt, dass das Buch Matilda von Roald Dahl ihre Biografie war. Zu diesem Irrtum maßgeblich beigetragen hat ihr Großvater, der Melinda in seiner Zerstreutheit oft „Matilda“ nannte. Zu ihrem Bedauern hat sie selbst nie telekinetische Fähigkeiten entwickelt. Melinda liebt es zu reisen und Abenteuer zu erleben. Außerdem mag sie mittelalterliche Burgen, nicht-mittelalterliche Aquarien, Richard III. und alles, was aus Skandinavien kommt. The Sin Eater’s Daughter ist ihr erster Roman.


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