Dienstag, 29. August 2017

The Hate U Give by Angie Thomas [Rezension]

"So habe ich früh gelernt, dass Menschen Fehler machen und man selbst entscheiden muss, ob ihre Fehler größer sind als die Liebe, die man für sie empfindet."

Inhalt

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung

In dem Buch geht es um die 16-jährige Starr, die mit ansehen musste wie ihr bester Freund Khalil von einem Polizisten erschossen wurde. Das Schlimme an der ganzen Sache war, dass Khalil unbewaffnet war und eigentlich alles gemach hat was der Polizist gesagt hat. Khalils Tod wird ziemlich schnell zum Hauptthema der Nachrichten und alles dreht sich plötzlich darum, ob man den Polizisten nun bestraft und damit für Gerechtigkeit für Khalil sorgt oder eben nicht. Da Starr die einzige Zeugin des ganzen Vorfalls war steigt auch der Druck auf sie, denn immerhin kommt es nun darauf an was sie sagt. Jedoch ist das nicht alles, was Starr belastet: eine andere Sache, die ihr zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass sie zwar in einem verarmten Viertel wohnt, aber dafür auf eine schicke Privatschule geht, auf der fast nur Weiße sind. An ihrer Schule ahnt nämlich keiner, dass sie die Zeugin ist...

Ich muss sagen, dass ich Anfangs etwas skeptisch war, da das Buch überall extrem gehyped wurde und eigentlich bin ich bei so extremen Hypes meistens eine Person, die dann sagt, dass ihr das Buch nicht wirklich gefallen hat. Aber dieses Mal kann ich bei dem Hype mitgehen! Ich kann total verstehen wieso alle dieses Buch so sehr loben.
Das Buch hat mich sehr berührt, da es einige Situationen gab, die ich aus meinem Alltag wieder erkannt habe. Denn Angie Thomas spricht in diesem Buch sehr wichtige Themen wie Rassismus an, und die Idee der Geschichte ist gar nicht so abwegig, wenn man mal überlegt was man in den Nachrichten alles so zu hören bekommt. Die ganze Idee ist auch sehr gut umgesetzt, denn ich konnte das Buch kaum weglegen und wollte die ganze Zeit weiter lesen. Auch wenn es nicht so spannend ist wie ein Thriller oder ein Fantasy-Roman und auch seine etwas langatmigeren Stellen hatte, konnte ich es nicht wegelegen. Die langatmigeren Stellen waren für mich eher ruhigere Stellen, in denen mal nicht so viel auf einmal passiert. Was ich auch toll fand, dass es neben den tiefgründigen und ernsten Stellen auch einige Momente gab, in denen ich einfach lachen musste. 
Starr, die Protagonistin, will stark rüber kommen, obwohl sie das gar nicht ist. Aber ich habe das an ihrem Charakter bewundert, denn obwohl sie gerade erst mit ansehen musste wie ihr bester Freund stirbt, macht sie weiter wie zuvor, obwohl man eigentlich von ihr erwartet, dass sie sich eine Auszeit gönnt. Aber daran merkt man auch, dass Starr so alles verarbeitet, auch wenn es nicht die beste Methode ist. Aber das zeigt wieder, dass sie nicht perfekt ist und dadurch wirkt es auch so, als würde man die Geschichte einer realen Person lesen und nicht nur Fiktion.
Eine andere Sache, die mir auch sehr gut gefallen hat war der Schreibstil. Denn die Beschreibungen waren echt gut, sodass ich mir alles vorstellen konnte. Es sind nicht zu viele Details, aber auch nicht zu wenige, sodass man einige Vorgaben hat, aber sich den Rest mit der eigenen Vorstellungskraft vor Augen bringen kann. Aber ich muss zugeben, dass ich so meine Probleme mit dem Slang hatte. Ich hab andauernd vergessen was die Abkürzungen bedeuten, aber ich schätze mal, dass man in so einer Umgebung aufwachsen muss, um diesen Slang völlig zu verstehen. Daher fand ich es auch gut, dass es hinten ein kleines Glossar gibt, in dem alle wichtigen Wörter erklärt wurden.
So, und zum Schluss noch einige Worte zum Cover. Ich LIEBE es! Das Cover war es, was mich erst auf das Buch aufmerksam gemacht hat und nachdem ich das Buch jetzt gelesen habe, denke ich, dass das Schwarz und das Weiß auf dem Cover vorne und hinten benutzt wurden, um Starrs Situation wieder zu spiegeln. Sozusagen ihre zwei Welten, was echt cool ist. Ich finde auch, dass der rote Buchrücken im Regal echt schön aussieht.
Und jetzt noch einige Worte an euch Leser dieser Rezension: ich kann es euch nur ans Herz legen, vor allem, weil es einfach so ein wichtiges Thema anspricht und man einfach so viel lernen kann. Vor allem was Vorurteile und rassistische Kommentare mit einem Menschen anstellen.

Bewertung

Ich gebe dem Buch insgesamt 5 von 5 Sternen, da mich das Buch echt begeistern konnte und ich muss es unbedingt auch auf Englisch lesen, da ich einfach wissen muss wie es sich in Originalsprache lesen lässt.
Eure szebra

Zum Buch

Titel: The Hate U Give
Autorin: Angie Thomas
Verlag: cbt-Verlag
Preis: 17.99€ (HC); 13.99€ (eBook)
Seiten: 512
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Autorin

Angie Thomas ist in Jackson, Mississippi, aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Als Teenager tat sie sich als Rapperin hervor; ihr ganzer Stolz war ein Artikel im Right-On! Magazine. Thomas hat einen Bachelor-Abschluss im Fach Kreatives Schreiben an der Belhaven Universität. Ihr Debüt The Hate U Give erntete ein überschwängliches Presse- und Leserecho und schaffte es auf Anhieb auf Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste.

Vielen Dank an den cbt-Verlag für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Hi :)
    Ich stimme dir da sowasvon zu! Das Buch ist der Hammer! :D Und cool, dass du die Rezi auch auf Englisch veröffentlicht hast. :)
    LG Line :)

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